{"id":697,"date":"2013-02-23T17:07:17","date_gmt":"2013-02-23T17:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elgounaandback.com\/?p=697"},"modified":"2023-08-01T07:18:30","modified_gmt":"2023-08-01T07:18:30","slug":"festgesetzt-in-kroatien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/?p=697&lang=de","title":{"rendered":"Festgesetzt in Kroatien?"},"content":{"rendered":"<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gramet1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"896\" height=\"640\" alt=\"\" class=\"aligncenter size-full wp-image-698\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gramet1.png\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"gramet\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gramet1.png 896w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gramet1-300x214.png 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gramet1-420x300.png 420w\" sizes=\"(max-width: 896px) 100vw, 896px\" \/><\/a>\n<\/p>\n<p>\n\tF&uuml;r Nichtpiloten an dieser Stelle mal ein kleiner Exkurs in die Flugplanung, die zur Zeit unsere t&auml;gliche Besch&auml;ftigung ist. Der relevanteste Faktor dabei ist das Wetter. Hierbei&nbsp;spielen neben dem Wind, welcher &uuml;ber unsere Reisegeschwindikeit entscheidet, vor allem die unterschiedlichen Bew&ouml;lkungsarten eine wichtige Rolle. F&uuml;r unsere Routenplanung benutzen wir unter anderem sogenannte &quot;GRAMETS&quot;, das sind Prognosen, basierend auf errechneten Wettermodellen, die eine Vorhersage f&uuml;r eine bestimmte Route liefern.\n<\/p>\n<p>\n\tDas Beispiel oben zeigt das Gramet f&uuml;r unseren f&uuml;r morgen geplanten Flug von Dubrovnik (LDDU) nach Heubach (EDTH). Weil Heubach nicht unbedingt von internationaler Bedeutung ist und auch keine Wetterstation besitzt, sprich keine Vorhersagen ausgibt, w&auml;hlen wir als Zielflughafen Stuttgart (EDDS), das quasi um die Ecke liegt.\n<\/p>\n<p>\n\tAuf dem Bild ist beige das H&ouml;henprofil der Erdoberfl&auml;che dargestellt. Dabei sieht man gut, dass unsere Reise in Dubrovnik auf Meeresh&ouml;he (0 Fuss) beginnt, dann &uuml;ber die Alpen und sp&auml;ter &uuml;ber die schw&auml;bische Alb f&uuml;hrt. H&ouml;chste Erhebung ist irgendwo in den Alpen bei ca. 10.000 Fuss oder rund 3.300 Meter.\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_1903.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"200\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-743\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_1903-300x200.jpg\" style=\"width: 300px; height: 200px; border-width: 0px; border-style: solid; margin: 5px;\" title=\"IMG_1903\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_1903-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_1903-449x300.jpg 449w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_1903.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die rote, gestrichelte Linie stellt die 0 Grad Grenze dar. Gut zu erkennen ist, wie sie auf dem Weg in den Norden sinkt. Ausserdem gut zu sehen sind die verschiedenen Wolkenschichten- und Arten. Links im Bild sieht man ein paar &quot;towering Cumulus&quot;, das sind hoch aufsteigende Wolken, die man &uuml;blicherweise zu meiden versucht, weil darin starke Auf- und Abwinde herrschen &#8212; sprich Turbulenzen. Ausserdem sind f&uuml;r Dubrovnik Niederschl&auml;ge eingezeichnet. Auch gut zu erkennen sind gr&uuml;nlich schraffierte Fl&auml;chen mit einem roten Symbol. In diesen Gebieten droht Vereisung. Das bedeutet, dass das Wasser in der Atmosph&auml;re (nichts anderes sind Wolken)&nbsp;eine Temperatur von unter 0 Grad hat und&nbsp;nur noch daruf wartet, sich auf einer vorbeifliegenden Cessna festzusetzen. In unserem Fall ist das nicht sonderlich optimal, weil wir im Gegensatz zu Airlinern keine Enteisungsanlage haben. Heisst wir k&ouml;nnen Eis nicht abschmelzen und das wiederum f&uuml;hrt unter anderem dazu, dass unsere Tragfl&auml;chen irgendwann soviel Eis ansetzen, dass sie nicht mehr tragen.\n<\/p>\n<p>\n\tAusserdem gut zu sehen ist, dass wir morgen stellenweise eine fast durchg&auml;ngige Bew&ouml;lkung vom Boden bis auf Flugfl&auml;che 200 zu erwarten haben. Grunds&auml;tzlich sind Wolken kein Problem, darin stundenlang zu fliegen ist einerseits allerdings nicht besonders lustig, andererseits besteht bei einem Motor immer das theoretische Problem eines Ausfalls und da ist es ganz gut wenn man irgendwann die Erde sieht und sich ein geeignetes Feld oder noch besser einen nahen Flugplatz aussuchen kann.\n<\/p>\n<p>\n\tZusammenfassend kann man sagen, dass das Wetter alles andere als ideal ist. Ein Start unter &quot;Towering Cumulus&quot; w&uuml;rde zwar noch gehen, aber durch die aufliegenden Wolken &uuml;ber die Alpen w&auml;re bei einem technischen Problem schon eine sehr unangenehme Situation. Dazu kommt die Vereisung am anderen Ende der Alpen, durch die wir, wenn wir irgendwann wieder landen wollen, gezwungenermassen durch m&uuml;ssten.\n<\/p>\n<p>\n\tWir m&uuml;ssen also einerseits andere Routen durchspielen (zum Beispiel weiter westlich &uuml;ber Italien, wo das Wetter besser zu sein scheint) oder ggf. auf eine Besserung hoffen und morgen am Boden bleiben. Zweiteres w&auml;re zwar nicht optimal, aber angesichts des recht einladenden Spabereichs in unserem Hotel auch keine unertr&auml;gliche Situation (mal davon abgesehen, dass ich den mit Achim besuchen muss).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;r Nichtpiloten an dieser Stelle mal ein kleiner Exkurs in die Flugplanung, die zur Zeit unsere t&auml;gliche Besch&auml;ftigung ist. 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