{"id":124,"date":"2013-01-29T15:53:09","date_gmt":"2013-01-29T15:53:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elgounaandback.com\/?p=124"},"modified":"2023-08-01T07:18:13","modified_gmt":"2023-08-01T07:18:13","slug":"sicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/?p=124&lang=de","title":{"rendered":"Sicherheit"},"content":{"rendered":"<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/granny.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-390\" height=\"255\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/granny-300x255.jpg\" title=\"granny\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/granny-300x255.jpg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/granny-351x300.jpg 351w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/granny.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Fliegen ist gef&auml;hrlich sagt die Mutter. In &Auml;gypten herrschen die s&auml;belrasselnden Islamisten sagt die Oma. Ohne&nbsp;Enteisungsanlage im Winter bei Minustemparaturen&nbsp;ist nicht nur ziemlich&nbsp;bl&ouml;d sondern auch t&ouml;dlich, sagt der Markus.&nbsp;Zeit also sich um den Aspekt Sicherheit dieser Reise Gedanken zu machen.\n<\/p>\n<p>\n\tWir fliegen mit einer einmotorigen Maschine nach Instrumentenflugregeln, also auch durch Wolken wenn sie uns im Wege stehen. In Europa ist Winterwetter zu erwarten und die Alpen m&ouml;chten &uuml;berquert werden.&nbsp;Die Strecke beinhaltet mehrere Stunden &uuml;ber dem offenen Meer. Daraus ergeben sich einige potenzielle Gefahren, deren man sich bewusst sein sollte.\n<\/p>\n<h1>\n\tMotorausfall<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\tIn der Praxis sind Motorausf&auml;lle extrem selten und rangieren ganz unten bei den Unfallursachen. Die allermeisten sind auf Spritmangel oder Fehlbedienung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren aber trotzdem besteht die theoretische M&ouml;glichkeit. In einem solchen Fall geht es mit einer einmotorigen Maschine naturgem&auml;&szlig; abw&auml;rts aber nicht wie landl&auml;ufig vermutet in Form eines &quot;Absturzes&quot;, sondern in einem kontrollierten Sinkflug. Die Cessna besitzt ungef&auml;hr eine Gleitzahl von 1:10 (moderne Segelflugzeuge bieten 1:40 oder besser). F&uuml;r jeden H&ouml;henmeter den wir sinken, k&ouml;nnen wir also ca. 10 Meter Strecke machen. Bei einer Flugh&ouml;he von sagen wir 5000m &uuml;ber Grund gibt uns das bei Windstille die M&ouml;glichkeit, ca. 50 km zur&uuml;ckzulegen und 15 Minuten Zeit, die Notlandung vorzubereiten. In den meisten F&auml;llen sollte sich ein Flugplatz (egal was, kann auch eine Luftwaffenbasis sein) oder ein geeignetes Landefeld finden. Deutlich schlechtere Karten hat man, wenn man &uuml;ber tiefliegenden Wolken unterwegs ist und keine M&ouml;glichkeit hat, das Notlandefeld fr&uuml;hzeitig auszukundschaften. In diesem Fall helfen nur die Karten und zus&auml;tzliche Gebete.\n<\/p>\n<h1>\n\tNotwasserung<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/ditching.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"197\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-430\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/ditching-300x197.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 197px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"ditching\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/ditching-300x197.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/ditching.jpeg 450w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Direkt verkn&uuml;pft mit dem Motorausfall aber trotzdem einer gesonderten Betrachtung wert ist die Notwasserung. Auch bei Flug in sehr gro&szlig;er H&ouml;he w&uuml;rden wir es nicht an Land schaffen, wenn wir auf halber Strecke zwischen Kreta und &Auml;gypten notlanden m&uuml;ssten. Eine Notwasserung w&auml;re also zwingenderma&szlig;en die Folge. Hierbei gibt es einige Aspekte, die von Bedeutung sind. Zuerst die Landung auf dem Wasser selbst, die man entweder &uuml;berlebt oder auch nicht. Unser Flugzeug besitzt ein Einziehfahrwerk, was erst einmal ideal ist f&uuml;r eine Notwasserung, da die gr&ouml;&szlig;te Gefahr des &Uuml;berschlags bei der Landung gebannt ist und man wie ein sehr schnelles Boot mit ca. 90 km\/h ins Wasser eintaucht. Danach muss man das Flugzeug m&ouml;glichst z&uuml;gig verlassen, da es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sinken wird. Es kann sein, dass es innerhalb einer Minute sinkt, es kann auch sein dass es &uuml;berhaupt nicht sinkt, das ist sehr schwer vorherzusagen.\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"225\" height=\"300\" alt=\"\" class=\"alignright size-medium wp-image-428\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft-225x300.jpeg\" style=\"width: 225px; height: 300px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"life_raft\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft-225x300.jpeg 225w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft.jpeg 408w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Das deutsche Luftrecht schreibt in solchen F&auml;llen vor, dass alle Passagiere eine Schwimmweste w&auml;hrend des gesamten Fluges &uuml;ber Wasser tragen. Aus dem Segelbedarf bekommt man mittlerweile sehr g&uuml;nstig komfortabel zu tragende Westen mit CO2-Flasche und (sehr wichtig!) manueller Ausl&ouml;sung, damit man sich nicht selbst den Weg nach drau&szlig;en versperrt, sollte die Weste nass werden bevor man drau&szlig;en ist. Vor dem Aufschlag muss man auch unbedingt die Kabinent&uuml;ren &ouml;ffnen, denn sonst k&ouml;nnte einen der Wasserdruck am Aussteigen hindern (es gibt immer noch die Technik die R&uuml;ckscheibe mit den F&uuml;&szlig;en einzutreten und eine Notaxt ist auch immer an Bord). Da das Meer k&auml;lter als der Mensch ist, hat man im Wasser nur eine bestimmte Zeit, bevor man erfriert. Im Mittelmeer im Winter ist dies ca. 1 Stunde. Es gilt also, sich ins Trockene zu bringen. Hierf&uuml;r sind aufblasbare Rettungsinseln gedacht. F&uuml;r diesen Ausflug wurde extra eine Insel erworben, in der Hoffnung niemals herausfinden zu m&uuml;ssen, ob sie denn auch funktioniert.\n<\/p>\n<p>\n\tAuf jeden Fall hat man viel Zeit f&uuml;r die Notwasserung, mindestens 15 Minuten bei der von uns geplanten Flugh&ouml;he. Auf dem Meer herrscht reger Verkehr und so sucht man sich unter den vielen Schiffen eines aus, von dem man gerettet werden m&ouml;chte. M&ouml;glichst nicht allzu gro&szlig;, damit es einen auch sieht und man&ouml;vrierf&auml;hig ist. Ein Fischerboot w&auml;re wohl ideal. Die Landung plant man am besten auch so, dass als Todesursache sp&auml;ter nicht &quot;vom Schiff &uuml;berfahren&quot; vermerkt wird.\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft1.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"194\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-442\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft1-300x194.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 194px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"life_raft\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft1-300x194.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/life_raft1.jpeg 449w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Falls man es nicht schafft, von einem Schiff bemerkt und dann gerettet zu werden, ben&ouml;tigt man andere M&ouml;glichkeiten um gefunden zu werden. Zwar gibt es Flugpl&auml;ne, deren Hauptzweck darin besteht, feststellen zu k&ouml;nnen ob jemand fehlt und wo er verloren gegangen ist aber wir fliegen hier zwischen Griechenland und &Auml;gypten &#8212; die einen streiken wahrscheinlich und die anderen hauen sich die K&ouml;pfe ein w&auml;hrend wir allein auf dem Meer treiben. W&auml;hrend des Sinkflugs benutzt man einmal sein Funkger&auml;t um seine Position zu &uuml;bermitteln sowie das Vorhaben. Je nach Position und Flugh&ouml;he kann es aber sein, dass kein Funkkontakt hergestellt werden kann, da es im Meer keine Sendemasten gibt. Es gibt aber immer noch die zahlreichen Airliner weit oben, die man als Vermittlungsstelle einsetzen kann. Weiterhin besitzt das Flugzeug als Teil der Notausr&uuml;stung ein ELT (Emergency Locater Transmitter). Dieses kann einmal manuell ausgel&ouml;st werden oder automatisch nach einem Crash (&auml;hnlich wie ein Airbag) und schickt dann die aktuelle GPS-Position zusammen mit einer eindeutigen Kennung an einen speziellen Satelliten, der die Rettungsdienste alarmiert. Der Sender sendet so lange bis die Batterie leer ist oder das Flugzeug im Meer versinkt. Das k&ouml;nnte unter Umst&auml;nden nicht genug sein, daher gibt es noch die PLB (Personal Locator Beacon), im Prinzip ein ELT im Handtaschenformat. Dieses nimmt man in seine Rettungsinsel mit, zieht die Antenne raus und aktiviert es bis die griechische Seenotrettung einen in einer Streikpause rausholt. Solch ein PLB wurde in Vorbereitung unserer Reise erworben.\n<\/p>\n<p>\n\tUm die ganze Sache noch zu kr&ouml;nen, gibt es Signalraketen, mit denen man von seinem Rettungsflo&szlig; aus ein Feuerwerk veranstalten kann, in der Hoffnung, dass auch andere Schiffe Gefallen an dem Schauspiel finden und sich auf den Weg zur Quelle machen. F&uuml;r die richtigen Raketen mit Fallschirm fehlt uns die Pyroberechtigung, so dass uns nur die Spielzeugvariante bleibt.\n<\/p>\n<p>\n\tWie professionelle Segler auch haben wir ein Grab Bag &#8211; eine wasserdichte Tasche &#8211; mit der Notausr&uuml;stung. Vor der Meeresstrecke wird alles Wichtige ins Grab Bag gepackt, welches dann einfach mit ins Rettungsflo&szlig; genommen wird. Ins Grab Bag kommen:\n<\/p>\n<ul>\n<li>\n\t\tPLB (Notsender)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tWasserflaschen\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tDokumente (damit die K&uuml;stenwache unser Flo&szlig; nicht versenkt weil sie uns f&uuml;r illegale Immigranten h&auml;lt)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tHandy (es k&ouml;nnte ja funktionieren, manche Schiffe haben Mini-GSM-Zellen)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tSignalraketen\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tMarkus Breuninger-Prospekte\n\t<\/li>\n<\/ul>\n<h1>\n\tVereisung<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/airframe_icing.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"221\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-432\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/airframe_icing-300x221.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 221px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"airframe_icing\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/airframe_icing-300x221.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/airframe_icing-406x300.jpeg 406w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/airframe_icing.jpeg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Obwohl wir nach Instrumentenflugregeln (IFR) fliegen und somit theoretisch bei jedem Wetter fliegen k&ouml;nnen, auch durch Wolken und ohne Sichtreferenzen, gibt es eine massive Einschr&auml;nkung f&uuml;r die meisten kleinen Sportflugzeuge: Vereisung. Wolken (man spricht von &quot;sichtbarer Feuchtigkeit&quot;) k&ouml;nnen aus fl&uuml;ssigen Wassertropfen bestehen, die weniger als 0&deg;C warm sind. Man nennt diese &quot;unterk&uuml;hlte Wassertropfen&quot;. Um zu gefrieren ben&ouml;tigt Wasser n&auml;mlich einen Anlass, einen sogenannten Kondensationskern. Oben im Himmel ist die Luft meist recht sauber und es finden sich keine Kondensationskerne und so sitzen die unterk&uuml;hlten Wassertropfen herum bis &#8230;. eine Cessna angeflogen kommt! Beim Kontakt mit dem Flugzeug gefrieren sie schlagartig zu Eis und setzen sich auf den Vorderkanten der Fl&uuml;gel, der Cockpitscheibe, dem Propeller, dem H&ouml;henruder fest. Der Effekt ist, dass die Maschine an Leistung verliert (Propellervereisung), weniger Auftrieb erzeugt durch die neue Form der Fl&uuml;gelkanten, mehr Widerstand erzeugt und dabei noch schwerer wird. Im Endeffekt wird sie irgendwann nicht mehr in der Lage sein, ihre H&ouml;he zu halten und muss sinken. Kommt sie dabei irgendwann in eine H&ouml;he mit Plusgraden, f&auml;llt das Eis z&uuml;gig vom Flugzeug ab. Allerdings befindet sich im Winter die Nullgradgrenze oft am Boden und das macht es wesentlich gef&auml;hrlicher.\n<\/p>\n<p>\n\tVereisung tritt nur unter bestimmten Bedingungen auf. Die Lufttemperatur muss unter 0&deg;C sein und nicht k&auml;lter als -25&deg;C, denn dann bestehen die Wolken schon vorwiegend selbst aus Eiskristallen. Auch die Art der Wolken hat einen gro&szlig;en Einfluss auf die Art und die Schwere der Vereisung. H&auml;ufchenwolken (Cumulus) erzeugen mehr Vereisung als Schichtwolken (Stratus). Am schlimmsten sind Gewitterwolken, die sind auch aus anderen Gr&uuml;nden des Teufels aber eher ein Ph&auml;nomen im Sommer.\n<\/p>\n<p>\n\tUnsere Cessna besitzt bis auf das Staurohr zur Geschwindigkeitsmessung keinerlei technische Einrichtungen gegen Vereisung. Wir k&ouml;nnen durchaus in Wolken mit Vereisung einfliegen, nur m&uuml;ssen wir sicher sein, dass wir schnell oben wieder rauskommen und nur wenig Eis ansetzen. Am besten nat&uuml;rlich haben wir noch die Option wieder nach unten zu gehen und dort Plusgrade vorzufinden. Im Normalfall versucht man nach dem Start m&ouml;glichst schnell &uuml;ber das Wetter zu gelangen und dann auf der gesamten Reise blauen Himmel &uuml;ber sich zu haben. Am Zielort muss man dann eventuell noch einmal durch Wolken aber das geht recht schnell (Flugzeuge sinken gemeinhin schneller als sie steigen). Auf jeden Fall werden wir uns ausgiebig mit Vereisungsszenarien besch&auml;ftigen m&uuml;ssen und davon letztlich den Startzeitpunkt abh&auml;ngig machen. Insgesamt ist Vereisung unsere gr&ouml;&szlig;te Gefahr.\n<\/p>\n<h1>\n\tSauerstoffversorgung<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/oxygen_mask.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"299\" height=\"199\" alt=\"\" class=\"alignleft size-full wp-image-434\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/oxygen_mask.jpeg\" style=\"width: 299px; height: 199px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"oxygen_mask\" \/><\/a>Je h&ouml;her man fliegt, desto &quot;d&uuml;nner&quot; wird die Luft. Technisch betrachtet nimmt der Luftdruck mit zunehmener H&ouml;he ab und damit der Sauerstoffpartialdruck. Auch ganz oben hat die Luft noch 20% Sauerstoff aber mit so geringem Druck, dass die Osmose in der Zelle nicht mehr funktioniert. Man bekommt keine Luft und das ist sehr t&uuml;ckisch, denn man merkt es erst, wenn es zu sp&auml;t ist. Es geschehen seltsame Dinge mit einem, man wird euphorisch, das Bewusstsein wird getr&uuml;bt (also wie bei Markus auf Meeresh&ouml;he), man sieht nicht mehr scharf. Gro&szlig;e Flugzeuge besitzen eine Druckkabine. Dort wird der Druck auf eine simulierte H&ouml;he von 8000 Fu&szlig; erh&ouml;ht. Ab ca. 10 000 Fu&szlig; kann man die ersten Mangelerscheinungen feststellen, ab ca. 12 500 Fu&szlig; wird es bedenklich. Unsere Cessna hat keine solche Druckkabine. Ohne zus&auml;tzliche Ausr&uuml;stung m&uuml;ssten wir also unter 12 500 Fu&szlig; bleiben, was einmal unsere Geschwindigkeit bzw. den Treibstoffverbrauch beeintr&auml;chtigen w&uuml;rde und noch viel wichtiger es schwieriger machen w&uuml;rde, &uuml;ber die Wolken zu kommen, die oft wesentlich h&ouml;her reichen. Die Cessna besitzt eine eingebaute Sauerstoffanlage, also eine Flasche mit medizinischem Sauerstoff, den wir &uuml;ber Nasenkan&uuml;len direkt einatmen. Normale Luft auf Meeresh&ouml;he und 100% Sauerstoff in 40 000 Fu&szlig; haben ungef&auml;hr denselben Sauerstoffpartialdruck, sind also f&uuml;r den K&ouml;rper &auml;quivalent. Wir fliegen h&ouml;chstens in 20 000 Fu&szlig; (vielleicht noch in besonderen Ausnahmef&auml;llen bis 24 000 Fu&szlig;). Damit die Flasche auch l&auml;nger als nur ein paar Stunden h&auml;lt (nachf&uuml;llen in S&uuml;deuropa und Afrika ist aussichtslos), besitzt das Flugzeug eine moderne Zusatzanlage, die &uuml;ber einen Drucksensor feststellt, wann die Person einatmet und in welcher H&ouml;he sie sich befindet und dann ganz gezielt &uuml;ber die Nasenkan&uuml;le die richtige Dosis Sauerstoff einspritzt.\n<\/p>\n<p>\n\tWichtig ist die regelm&auml;&szlig;ige Kontrolle der Sauerstoffs&auml;ttigung im Blut mit einem Pulsoxymeter. 90% und mehr ist gut und alle Passagiere sollten sich regelm&auml;&szlig;ig gegenseitig &uuml;berwachen. Sollte die Sauerstoffanlage versagen, gibt es noch eine Notflasche f&uuml;r einige Atemz&uuml;ge des Piloten, der einen sofortigen Notabstieg einleiten muss.\n<\/p>\n<h1>\n\tTechnische Probleme in Afrika<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/camel_pyramid.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"225\" alt=\"\" class=\"alignright size-medium wp-image-436\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/camel_pyramid-300x225.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 225px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"camel_pyramid\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/camel_pyramid-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/camel_pyramid-400x300.jpeg 400w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/camel_pyramid.jpeg 560w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wie bei einem Auto auch, kann bei einem Flugzeug so einiges unerwartet kaputt gehen. Im Gegensatz zum Auto sind Flugzeuge steinalte Technologie und werden in geringen St&uuml;ckzahlen gebaut. Die Avionik (Navigationsausr&uuml;stung etc.) stammt nicht vom Flugzeughersteller selbst, sondern ist aus vielen Epochen wild zusammengew&uuml;rfelt. Reparaturen d&uuml;rfen nur von authorisierten Fachleuten durchgef&uuml;hrt werden und kein Flugzeug gleicht dem anderen. Ersatzteile gibt es nicht im Baumarkt.&nbsp;Unsere Strategie besteht aus drei Elementen:\n<\/p>\n<ol>\n<li>\n\t\tG&auml;ngige Ersatzteile und Werkzeuge mitf&uuml;hren\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tIn Cairo gibt es einen US-lizenzierten Mechaniker (der aber in der Theorie nicht an einem in Europa zugelassenen Flugzeug arbeiten darf)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tWenn alle Stricke rei&szlig;en fliegen wir einen Mechaniker aus Deutschland ein\n\t<\/li>\n<\/ol>\n<p>\n\tNat&uuml;rlich ist es eine schwere Entscheidung, welche Ersatzteile und Werkzeuge man mitbringt. Achims Hangar br&auml;uchte zum Verschiffen mindestens zwei Seecontainer. Folgende Dinge haben wir beschlossen mitzunehmen:\n<\/p>\n<ul>\n<li>\n\t\tSchraubendreher, Engl&auml;nder\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tKabelbinder\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tKlebeband\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t2 Z&uuml;ndkerzen\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t8 Quarts Motoren&ouml;l\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t1 &Ouml;lfilter\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tLuftfilter (falls wir in einen Sandsturm geraten)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tSicherungsdraht\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tDrahtsicherungszange\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tGround-Power-Anschlusskabel (falls die Batterie schw&auml;chelt)\n\t<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n\tMit Kabelbinder und Klebeband kann man bereits 90% aller technischen Probleme auf dieser Welt l&ouml;sen und dazu sind wir noch in der Lage einen kompletten &Ouml;lwechsel durchzuf&uuml;hren, sollte es aus irgendeinem Grund kontaminiert werden.\n<\/p>\n<h1>\n\tSpritversorgung<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/refueling.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"225\" alt=\"\" class=\"alignleft size-medium wp-image-438\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/refueling-300x225.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 225px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"refueling\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/refueling-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/refueling-400x300.jpeg 400w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/refueling.jpeg 500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aus Sicht des Piloten ist Dubrovnik die letzte Station in der zivilisierten Welt. In Griechenland ist die Spritversorgung bereits mangelhaft und in Afrika nicht existent. Auch wenn man irgendwo Sprit zugesagt bekommt, sollte man in Betracht ziehen was denn w&auml;re, wenn dieser Sprit wider Erwarten nicht da ist oder seltsam aussieht und riecht. Wir sind sehr zuversichtlich, dass in 6th of October tats&auml;chlich AVGAS vorhanden ist aber der Schn&auml;ppchenpreis von $5,20 pro Liter macht es nur begrenzt attraktiv. Aufgrund der guten Zuladung der Cessna und da wir nur zu Zweit unterwegs sind, haben wir 4 Kanister &agrave; 30 Liter besorgt, so dass wir zu den 333l in den Fl&uuml;geltanks noch 120l Sprit mitf&uuml;hren k&ouml;nnen. Das reicht nicht ganz f&uuml;r Sitia &#8211; &Auml;gypten &#8211; Sitia, so dass wir entweder etwas von dem guten $5,20-Sprit kaufen oder ganz verwegen entscheiden, den Sprit mit etwas Autobenzin zu strecken, was wir dann aber nur in einem der beiden Fl&uuml;geltanks machen w&uuml;rden und den reinen Sprit f&uuml;r Start, Steigflug und Landung und den gepanschten f&uuml;r den Reiseflug einsetzen. Das wird genauso gut funktionieren, ist aber au&szlig;erhalb der Zulassung des Flugzeugs. Auf jeden Fall werden wir in &Auml;gypten mit Kanistern hantieren m&uuml;ssen und somit f&uuml;hren wir mit:\n<\/p>\n<ul>\n<li>\n\t\t4 30l-Kanister mit UN-Zulassung f&uuml;r Gefahrengut\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tTrichter mit eingebautem Filter (wer wei&szlig; welche Tiere im &auml;gyptischen Sprit leben)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tSch&uuml;ttelschlauch (das ist zum Umf&uuml;llen vom Kanister in den Tank, nicht das womit sich Markus jeden Abend unter der Bettdecke besch&auml;ftigt)\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tDecke f&uuml;r den Fl&uuml;gel damit der Kanister den Lack nicht zerkratzt\n\t<\/li>\n<\/ul>\n<h1>\n\tPilotenversagen<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/crazy_pilot.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"179\" alt=\"\" class=\"alignright size-medium wp-image-440\" src=\"http:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/crazy_pilot-300x179.jpeg\" style=\"width: 300px; height: 179px; border-width: 0px; border-style: solid;\" title=\"crazy_pilot\" srcset=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/crazy_pilot-300x179.jpeg 300w, https:\/\/www.elgounaandback.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/crazy_pilot.jpeg 480w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Menschliches Versagen geh&ouml;rt zu den weitaus h&auml;ufigsten Ursachen f&uuml;r Flugunf&auml;lle. Die Komplexit&auml;t des Flugzeugs ansich, die Bewegung im mehrdimensionalen Raum, sowie die Vielzahl beeinflussender Faktoren wie Wind, Witterung, Luftr&auml;ume, Funkverkehr, etc. stellen eine grosse Herausforderung an den Menschen dar und &uuml;berfordern diesen oft. Das A und O f&uuml;r eine sichere Flugdurchf&uuml;hrung ist eine gewissenhafte und sorgf&auml;ltige Flugvorbereitung in der man sich auch Gedanken dar&uuml;ber macht, was schief gehen kann und wie man dann reagiert. Denn eines hat man in einer Notsituation ganz sicher nicht: Genug Zeit.\n<\/p>\n<p>\n\t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fliegen ist gef&auml;hrlich sagt die Mutter. In &Auml;gypten herrschen die s&auml;belrasselnden Islamisten sagt die Oma. Ohne&nbsp;Enteisungsanlage im Winter bei Minustemparaturen&nbsp;ist nicht nur ziemlich&nbsp;bl&ouml;d sondern auch t&ouml;dlich, sagt der Markus.&nbsp;Zeit also sich um den Aspekt Sicherheit dieser Reise Gedanken zu machen. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.elgounaandback.com\/?p=124&#038;lang=de\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[94],"tags":[48,47,41,43,38,39,42,40,46,44,45],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=124"}],"version-history":[{"count":45,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":906,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124\/revisions\/906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.elgounaandback.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}